Mundschutz vom Zahnarzt

Zahnschutz für Zahnärzte

Um Ihr Lächeln lange zu erhalten, wird in bestimmten Sportsituationen ein Mundschutz empfohlen. Ein individuell angefertigter Mundschutz auf der Basis von Zahnabdrücken. Die regelmäßige Kontrolle des Zahnschutzes sollte zusammen mit einer routinemäßigen zahnärztlichen Kontrolle durchgeführt werden.

Zahnschutz

Die Zahnärztin /der Zahnarzt kann einen Mundschutz herstellen, der den individuellen Mund- und Kieferverhältnissen der Patienten angepasst ist. Dadurch wird ein optimaler Rundumschutz gewährleistet. Eine solche Gesichtsmaske aus Erkoflex dient als Verbindung von Polsterung und Kräfteverteilung. Dabei wird die Aufprallenergie zum Teil absorbiert und die verbleibende restliche Kraft über den gesamten Mundschutz aufgeteilt.

Vergleicht man individuelle Mundschutzanfertigungen mit Boil & Bisstypen ( "Boil & Bite"), lassen sich deutliche Abweichungen feststellen. Der individuelle Mundschutz sitzt genau auf der Zahnlinie, bleibt unbeweglich und ermöglicht nach einer kurzen Gewöhnungsphase freie Atmung und normale Sprache. Der Boil & Beissmundschutz sitzt schlecht und lässt sich schlecht verschieben, das beeinträchtigt den Tragekomfort und verhindert, dass der Athlet Höchstleistungen erbringt.

Der passende Mundschutz wird vom Zahnarzt in Kooperation mit einem Dentallabor gefertigt.

Zahnärztin Köln City Dr. Langenbach

Mundschutz ist nicht gleich Mundschutz: In der Kölner Arztpraxis von Dr. Langenbach entsteht ein ganz individueller Sport-Mundschutz, der sich nicht verschiebt, nicht ineinander greift, kaum die Atmung und das Sprachverstehen stört und trotz Gravitation gut durchhält. Das montierte Boil & Bite Mundpaddel für Athleten sitzt schlecht, rutscht oder stürzt ab.

Es begrenzt den Tragekomfort und die Sprachverständlichkeit und hält den Athleten davon ab, sich auf seine Leistungen zu beschränken. Mit unserem individuellen Sicherheitsmundschutz hätten wir solche Erkenntnisse höchstwahrscheinlich vermieden. Der Preis für einen abgenutzten Zahn ist mehr als 50 Mal so hoch wie die Präventivkosten eines maßgeschneiderten Profi-Mundschutzes für Sportarten, bei denen Sie Ihre eigenen Zähnen beibehalten.

Wir unterstützen die Kostenübernahme des Mundschutzes durch private Krankenkassen, sind aber nur in Einzelfällen bei einer gesetzlichen Krankenversicherung möglich.

Sport-Mundschutz

Schädigungen der Lefzen, Backen, Zunge sowie Kronen- und Wurzelbrüche bis hin zum Abriss eines oder mehrerer Zähnen und Unterkieferbrüche können mit einem Sport-Mundschutz vermieden werden[21]. WÃ?hrend WeichteilschÃ?den im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich nach einem Unfall vollstÃ?ndig abheilen können, sind ZÃ?

Ein großer Teil der Verletzten sind Kronenbrüche[12]. Diese Schäden verursachen auch wiederkehrende Aufwendungen für die Wurzelbehandlung, Komposit-Abutments und/oder die Herstellung einer Kunstkrone, die von Zeit zu Zeit zu erneuern sind[19]. Der Sport-Mundschutz kann Zahnverletzungen verringern oder verhindern[1,21]. Eine Untersuchung von Bemelmanns et al.[1] zeigt, dass das Verletzungsrisiko ohne Mundschutz dreimal so hoch ist wie bei einem Mundschutz.

Statistiken, die auf 1 Mio. Sportunfällen in Australien basieren, zeigen, dass das Tragen von Sportmundschutz zu ca. 30% weniger Zahn- und Lippenverletzungen führte. Auch sportliche Schäden an den Zungen und dem Unterkiefer sowie Erschütterungen waren beim Einsatz eines Zahnschutzes signifikant seltener[7]. Das Dämpfen und Verteilen der Aufprallenergie sind die Hauptaufgaben eines Zahnschutzes, um Brüche, Risswunden und Bisswunden zu vermeiden.

Der Werkstoff des Zahnschutzes muss daher genügend dehnbar und steif sein, um diese Funktion ausüben zu können. An einen Mundschutz [14,29] werden folgende Voraussetzungen gestellt: Bioverträglichkeit, hoher Schutzeffekt, guter Griff, keine Beeinträchtigungen von Atem- und Sprechfähigkeit sowie Sportlichkeit, lange Lebensdauer, leichte Reinigungs- und Handhabbarkeit, Anpassbarkeit an einen heranwachsenden Unterkiefer und Tragekomfort auch bei festsitzender kieferorthopädischer Apparatur und Prothese.

Gegenwärtig sind fünf unterschiedliche Typen von Mundschutz erhältlich[16]: Es handelt sich um vorgefertigte Plastikschalen, die nicht im Maul individualisierbar sind. Aufgrund der fehlenden Adaption an die Zahnreihen ist der Halt des Zahnschutzes defekt, so dass er nur durch Zusammenpressen im Maul liegt. Der Mundschutz kann bei Patientinnen mit Klammern oder Prothesen mit starken Hinterschneidungen auch nach dem Einsetzen nicht entfernt werden.

Dieser Mundschutz hat den großen Vorzug, dass er während des Herstellungsprozesses nicht beißen kann. Dieser Mundschutz ist außerdem bei Athleten mit klar eintauchenden Teilen (Brackets, Prothesen) gegenläufig. Der einzeln gefertigte Mundschutz aus Ethylen-Vinylacetat deckt die oberen und unteren Zähne zeitgleich ab. Außerdem führt die Veränderung der Zahnstellung während der Therapie bald dazu, dass der Mundschutz nicht mehr passt.

Das Aushöhlen oder Ausblenden des Modells gewährleistet einen bestimmten Raum für Zahnbruch und Veränderungen der Zahnstellung. Diesen Ansprüchen kann ein individueller Mundschutz am besten gerecht werden. Mundschutz nach dem "Boil & Bite"-Verfahren und der 2-komponentige Sport-Mundschutz sind - wie bereits gesagt - für Patientinnen und Patienten mit festsitzender kieferorthopädischer Apparatur ein Problem.

Bei der Montage im Maul können Werkstoff und festsitzende Zahnspange so verbunden werden, dass der Mundschutz nicht entfernt werden kann und das Gerät geschädigt wird. Vor der Abformung des Ober- und Unterkiefers durch den Zahnarzt oder Orthodontologen sollten die vestibulär gelegenen Zahnoberflächen mit einem ca. 10 cm breitem und ca. 1 cm dickem Wachsband bedeckt werden (Abb. 3).

Allerdings muss der Wachsband kleiner als der später angebrachte Mundschutz sein. Das ist praktisch, weil es den Aufwand für die Montage des Zahnschutzes mindert. Vor dem Abdecken des oberen Modells mit der ersten EVA-Folie werden die einzelnen Stellen mit lichthärtenden Kunststoffen (z.B. Triad Gel, DENTSPLY DeTrey) ausgeblendet, um die vorgesehenen Bewegungen der Zähne zu erlauben (Abb. 6).

Diese Stellen wurden mit lichthärtenden Kunststoffen (Triad®, DENTSPLY DeTrey) ausgeblendet, so dass die zu verschiebenden ZÃ? Bei kieferorthopädischen Bewegungen können auch im unteren Kieferbereich die Zahnreihen, vor allem die Okklusionsflächen und Schneidekanten, ausgeblendet werden (Abb. 7). Anschließend wird das Model mit einer 1 Millimeter starken Polyethylen-Tiefziehfolie (z.B. COPYPLAST®, SCHEU Dental) als Abstandhalter abgedeckt (Abb. 8).

Durch die Platzhalterung sind alle Schneidezähne frei beweglich, um den Sport-Mundschutz trotz Zahnbewegungen mehr als ein Jahr lang halten zu können. Danach eine 2 bis 4 Millimeter starke EVA-Folie (z.B. BIOPLAST®, Seu Dental) über die COPYPLAST®-Folie ziehen (Abb. 10) und mit einer Hand auf die Modellunterlage kürzen.

Das Material ist abhängig von der sportlichen Aktivität, dem Lebensalter (Stärke) und der Körpergröße des Sportlers. Im Sport, wo an bestimmten Stellen feste Objekte auf die Verzahnung auftreffen können, z.B. Eishockey oder Basisball, kann durch den Einbau eines Harteinsatzes eine verbesserte Kräfteverteilung erlangt werden. Hierzu wird eine 0,75 Millimeter starke Schicht aus Polyethylenterephthalat-Glykol-Copolyester im anterioren Bereich angepasst (z.B. DURAN®, Sheu Dental).

Damit die DURAN® Folien von der BIOPLAST®-Basis für die Verarbeitung leicht entfernt werden können, wird die Schicht mit Silikontrennmittel eingesprüht. Danach wird das obere Modell, auf dem bereits die COPYPLAST®-Folie und die erste Evafolie aufgebracht sind, nur im Frontzahnbereich mit der DURAN®-Folie beschichtet. Zur blasenfreien Applikation der nachfolgenden Evafolie sind Perforierungen der ersten Evafolie bis zum Modellpflaster mit einem Feinrosenbohrer dort erforderlich, wo die nachfolgende Schicht Lufteinschlüsse, z.B. in der Hüllenfalte, am untersten Gaumenpunkt und auch im Interdentalbereich verursachen kann (Abb. 12).

Abb. 10: Oberes Gipsmodell mit einer verkürzten Abstandsfolie und einer überzogenen und verkürzten 2er BIOPLAST®-Variante. Durch den EVA-Film wurden Bohrungen in den Gipskarton eingebracht, um den Luftaustritt zu ermöglich. Vor dem Laminieren der letzten 4 Millimeter dicken EVA-Schicht müssen die erste BIOPLAST®-Schicht und die letzte Schicht mit Äthanol entfernt werden, um eine gute Haftung zu erzielen.

Ist die zweite EVA-Folie seitlich empfindlich (z.B. BIOPLAST XTREME PRO, Fa. Dental), ist es für eine sichere Verklebung wichtig, dass sie so in das Bauteil eingeklemmt wird, dass die verklebte Seite zur ersten EVA-Folie liegt. Um den Mundschutz noch persönlicher zu machen, können zwischen den beiden EVA-Folien Buchstaben oder Buchstaben eingefügt werden (Abb. 13).

In der letzten EVA-Schicht kann eine Armierung im Film selbst enthalten sein (z.B. BIOPLAST XTREME PRO, Fa. Dental). Die BIOPLAST® XTREME PRO Folien haben eine keilförmige Einlage mit einer Shore-Härte von 92 Ampere, während der Rest der Folien eine Shore-Härte von 85 Ampere aufweist und daher zarter ist. Bild 13: Soll ein Sport-Mundschutz einzeln beschriftet werden, z.B. können die Anfangsbuchstaben auf eine Klarsichtfolie aufgedruckt und zwischen die beiden EVA-Folien eingelegt werden.

Bild 14: Model nach dem groben Verkürzen der endgültigen Eva-Folie. Bild 15: Die Okklusionsfläche der fertigen EVA-Folie wird unter der Strahlungsheizung der Tiefziehmaschine weich. Abb. 16: Ober- und Unterkiefermodelle im Groth-Fixateur nach Erwärmung der endgültigen EVA-Folie zur Bisserstellung. Nach dem Laminieren der zweiten EVA-Folie (Abb. 14) wird die Okklusionsfläche mit der Strahlungsheizung der Tiefziehmaschine für ca. 120 Sek. aufgeheizt und aufweichen.

Die vorherige Isolierung oder Durchtränkung des unteren Models erleichtert es, das Modell nach den Bissen von der EVA-Folie zu lösen. Die Kanten können dann mit einer Schneidschere verkürzt und mit einer Polierscheibe für elastische Werkstoffe (z.B. Lisko, Dekodent oder DIMO®PRO SLIM, Sheu Dental) nachbearbeitet werden. Der Mundschutz am Mund sollte beim Training verhältnismäßig kräftig verkürzt und verdünnt werden, da er sonst vom Athleten als unangenehm wahrgenommen werden kann.

Das fertige Sportmundschutzteil muss am Pflegebedürftigen auf Passform und Druckpunkte geprüft und ggf. justiert werden (Abb. 19-21). Abb. 19: Ein fertiger Sport-Mundschutz am Vorbild. Abb. 20: Intraoralansicht eines Pflegebedürftigen mit Multibracket-Gerät und individuellem Sport-Mundschutz. Abb. 21: Extraoralansicht eines Pflegebedürftigen mit Multibracket-Gerät und individuellem Sport-Mundschutz.

Der Mundschutz sollte sofort nach jedem Gebrauch mit lauwarmen oder kalten Gewässern gespült werden, um Speichel, Keime und Beläge zu entfernen[6]. Eine anschließende Spülung mit einer Mundwasserlösung kann für einen frischem Genuss sorgen[6]. Anschliessend ist eine Trockenlagerung in der Luft[30] und anschliessend in einer dafür bereitgestellten Box aussagekräftig, um Deformationen des Zahnschutzes zu vermeiden.

Um die Passform und damit eine optimale Applikation sowie einen sicheren Halt zu garantieren, empfiehlt sich eine regelmässige Überwachung des Sport-Mundschutzes durch den Zahnarzt oder Orthodont. Eine Untersuchung von Ohlendorf et al. zeigt, dass das Anlegen einer individuellen Unterkiefer-Schiene in Kombination mit einer Unterkieferverschiebung zu einer mengenmäßigen Steigerung der individuellen Bewegungen führte[25].

Sport mit engen körperlichen Kontakten und hohen Geschwindigkeiten sowie Sport mit Vereinen birgt ein gesteigertes Zahnheilmittel. Für folgende Disziplinen wird von der Deutschen Vereinigung für Mund- und Kieferheilkunde ein Sport-Mundschutz [23] empfohlen: American Football, Baseball, Korbball, Boxsport und andere Kampfkünste, Hockey, Feldhockey, Fussball, Gerätegymnastik, Handball, Inline-Skating, Radfahren, Pferdereiten, Rugby, Skate-Boarding und Wasserpolo.

Ein Mundschutz muss nicht unbedingt vor einer Verletzung schützen[21]. Unstrittig ist jedoch, dass die Verletzungshäufigkeit oder die Unfallschwere reduziert werden kann[5,19,21]. Zahlreiche Kritiken an Mundschutz, wie z.B. mangelnder Tragkomfort, Atem- und Sprachprobleme, sind im Kontext mit fertigen oder "Boil & Bite"-Mundschutz zu betrachten.

Umfragen bei Athleten, die Erfahrung mit unterschiedlichen Mundschutzarten hatten, ergaben, dass die wenigsten Beanstandungen bei einem einzeln gefertigten Mundschutz auftraten[1,22]. EVA-Folien in unterschiedlichen Farben können zur Herstellung eines persönlichen Mundschutzes verwendet werden. Um aus einem nötigen Schutzmantel schicke Sportgeräte zu machen, sind weitere Informationen und Werbemaßnahmen in Clubs und in der Schule für eine individuelle Gesichtsmaske notwendig.

Basketballspieler, Handballspieler und auch Hockeyspieler, die mit ihrem Sport-Mundschutz beim Sport im TV zu erleben sind, haben das Bewusstsein und die Notwendigkeit eines Zahnschutzes geschärft. Dementsprechend werden die Zahnmediziner und Kieferorthopädietechniker gebeten, den Facharztbedarf für den Sport-Mundschutz zu übernehmen. Ein Mundschutz muss nicht unbedingt zum regelmässigen Einsatz führen[13,28].

Ein Mundschutz ist für die Kleinen zu Anfang ihrer sportlichen Karriere eine Selbstverständlichkeit. Der Mundschutz ist somit ein natürlicher Teil des Sportgerätes. Gerade für kieferorthopädische Behandlungen ist ein individueller Mundschutz wichtig, da Zahn- und Unterkieferbewegungen miteinbezogen werden. Im Boxsport oder American Football sind Mundschutz und Dirk Nowitzki (Basketball) und viele Handballspielerinnen und -spieler auch mit einem Mundschutz ausgestattet.

Untersuchungen zeigen jedoch, dass Fußballspieler (ca. 23%) auch ohne den Einsatz von Sport-Mundschutz orofazial verletzt werden[11,21]. Zahnmediziner müssen weiterhin die Ausbilder und Erziehungsberechtigten über Mundschutz für den Sport aufklären, um die Anerkennung von Mundschutz zu erhöhen. Daher sollte eine Fragestellung zu den Sportaktivitäten in der Zahnarzt- oder Kieferorthopädieanamnese als erster Präventionsschritt betrachtet werden.

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