Karate Graduierung

Einstufung von Karate

Für die studentischen Abschlüsse gilt zusätzlich die Graduierung. Das rote Band bezieht sich nicht auf eine Graduierung. Gichin Funakoshi, der Begründer des klassischen Shotokan-Karate, übernahm 1926 das Graduationssystem (Kyudan) vom Judogründer Jigoro Kano.

Gichin Funakoshi, der Begründer des klassischen Shotokan-Karate, übernahm 1926 das Graduationssystem (Kyudan) vom Judogründer Jigoro Kang. Prof. Dr. Kano war einer der Sponsoren von Funakoshi. 1883 führte er im Judo ein neues Verfahren von fünf bis zum ersten Kyu und von Shodan (1. Dan) bis Judan (10. Dan) ein.

Auch in Europa ist das Lehrlings-, Gesellen- und Meisterwesen in drei Teile gegliedert. Man könnte es in Japan als Student, Pädagoge, Meister bezeichnen. Nächste Schritte waren Mokuroku (System, Katalog) und Menkyo (Genehmigung, Lizenz). Weitere Waldorfschulen nutzten die dreigliedrige Abteilung Mokuroku, Menkyo und Caiden. Dahinter verbirgt sich das Techniksystem, das der Student gelernt hatte.

Mit Menkyo war gemeint, dass die Person unter dem Namen des Stils sein Wissen weitergegeben werden durfte. Er bestätigte, dass der Herr ihm alles gelehrt hatte, was er selbst kannte. Schon 1879 hatte die höchste Polizeidirektion ein System zur Graduierung ihrer Schwert-Schulen vom 7. bis zum zweiten Kjus eingerichtet. Mit der Gründung der Dai Nippon Butokukai (Great Japanese Association of Virtues of War) im Jahre 1895 im Namen der Japaner war es das Ziel, die noch bestehenden Kampfformen in Japan zu beherrschen und zu vereinheitlichen und sie bald auch für militärische Institutionen nutzbar zu machen.

Der Butokukai stellte deshalb amtliche Rangzertifikate und Lehrerscheine aus. Zuerst wurde ein Graduationssystem von Shodan (1. Dan) nach Godan (5. Dan) etabliert, über dem der Kiosk (Lehrer, Trainer) und der Hanse (Meister, Vorbild) standen. Zugleich wurden die Dan-Noten auf zehn angehoben. Unter Shodan wurde der erste bis siebte Kjus nach unten gebracht.

Der Kyu-Grad wurde von den Lehrern jeder Schule verliehen, der Dan-Grad nur von Butter. In der bisweilen mystischen Überlegung, dass das Graduationssystem auch nur einer militärischen Übung diente, sollte daran gedacht werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Militärorganisation Andokukai wegen einer subversiven Aktivität aufgelassen. Seitdem wurden die Abschlüsse von vielen Verbänden und Dachorganisationen ausgelobt.

Auch interessant

Mehr zum Thema