Hakama Aikido

Hamama-Aikido

Hakamas Historie - Verein der Aikidoverbände Das Hakama ist Teil der klassischen Kleidung Japans. Laut einschlägiger Fachliteratur wurde das Hakama bereits 900 n. Chr. von den oberen Schichten der Gesellschaft Japans benutzt. Die Samurai haben die Hakama bereits im zwölften Jahrhundert als traditionelle Kleidung übernommen.

Heute wird es von Mann und Frau gleichermassen benutzt.

Je nach Verwendungszweck wurden im Japans und bis zum Beginn unseres Jahrhundert verschiedene Hakamatypen verwendet. Für die Fuss-Soldaten, für Reiter als Beinschützer oder für Tänzer. Der Hakama hat seinen Anfang als Beinschützer von berittenen Samurais der Edo-Zeit, die aus einem dichten, massiven Gewebe sind.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war es ganz selbstverständlich, Männer in der Stadt Hakama und Haori zu treffen. Der Hakama wird heute nahezu ausschliesslich als formelle Kleidung bei Feierlichkeiten und Heiligtumsbesuchen, im klassischen jap. Tanzkunst und von Künstlerinnen (meist ohne Beinteilung) sowie in diversen Kampfsportarten (z.B. Aikido, Iaido oder Kendo) (mit Beinteilung) verwendet.

Das Hakama hat sieben Faltungen, die die sieben Vorzüge des Budos symbolisieren: Technisch gesehen sollte es dem Akidoka auch ein verbessertes Gespür für seine Beinbewegung und Zentrierung vermitteln sowie fliessende Bewegungsabläufe ermöglichen. In der AIKIDO trägt oft nur der DAN (Meister) dieses Hakama, teilweise auch ab einem gewissen Ausbildungsniveau (Abschluss), je nach Berufsverband und Stil sowie Dojo (Übungsort).

Der Brauch, dass im Aikido von heute nur noch ein Hakama aus dem ersten Dan getragen werden darf, geht übrigens auf die Zeit des zweiten Weltkriegs zurück. Zu dieser Zeit waren die Materialien viel zu kostspielig, und so fragten ihn die Studenten von O-Sensei um die Genehmigung, ohne Hakama zu üben.

Das Aikido des Aikikikai Liechtenstein, sowohl für Damen als auch für Herren, trägt ein Hakama aus dem zweiten Kyu. Das hat bei uns folgende Gründe: - Unglücklicherweise haben gerade Einsteiger oft nicht das notwendige "Durchhaltevermögen" und es wäre sicher bedauerlich, einen teueren Hakama zu erwerben, der dann nicht mehr benötigt wird.

Auch Kyu sollte in der Herbstschule ein Aikido sein, er nähert sich schon jetzt der DAN Prüfung. Das Hakama ist in diesem Sinn auch ein externes Signal für das Ausbildungsniveau in unserem Verein. Allerdings muss jeder Akidoka immer das Lebensalter, die körperliche Verfassung und das individuelle Level seines Lebensgefährten berücksichtigen!

Das Hakama sollte sofort nach dem Trainieren gefaltet werden, da die Faltungen beim Falzen mehr sind. Mit regelmäßiger Wartung mit einer Wäschebürste und sorgfältiger Faltung muss der Hakama nicht notwendigerweise waschbar sein. Es wird jedoch ausdrücklich angeraten, die Fältchen vor dem Wäschewaschen mit einem Garn zu markieren, die Hakama tropfnaß aufhängen und mit einem Clip an der Leash so zu formen, daß sie im Trockenzustand nachgezogen werden können, oder die Fältchen chemisch reinigen zu lassen.

Als ich Uchi Deshi mit O Sensei war, musste jeder beim Üben ein Hakama mitnehmen. Da es keine Einschränkungen gab, welche Hakamas verwendet werden konnten, war das Areal sehr bunt.

Sie konnten alle möglichen Formen, Farbtöne und Eigenschaften von Hamamas sehen: Kendo Hamamas, Streifenhakamas im Zusammenhang mit dem traditionellen chinesischen Volkstanz und auch die teuren Seidenhaakamas, Sendai-hira genannte Haakamas. Die Anfängerschüler wurden vom Satan reitet, als sie von ihren Großvätern kostbare Hamamas geliehen haben, die nur zu besonderen Gelegenheiten und Festen zu tragen waren und sich dann beim Suwari-Waza-Üben die Beine schrubben sollten.

An den Tag, an dem ich mein Hakama vergaß, kann ich mich noch gut erinnern. Als ich gerade die Fußmatte betrat, hatte ich nur mein Hündchen an, als O Sensei mich aufhielt. "Er wollte unbedingt von mir wissen, wo dein Hakama ist." "Das war nur eine von vielen Schimpfwörtern, die ich von O Sensei erntete.

Doch meine Unwissenheit in dieser Sache führte O Sensei dazu, seinem Uchi dishi nach den Lektionen über die Sinnhaftigkeit des Hakama einen Referat zu erteilen. Das Hakama war das klassische Gewand der Kobudo-Schüler und er hat uns gefragt, ob jemand den Sinn der sieben Faltungen im Hakama kennt.

Die meisten Aikido Dojos befolgen zur Zeit nicht die strenge Richtlinie von O Sensei in Bezug auf das Hakama-Kleid. Sein Sinn ist von einem Sinnbild der traditionellen De zu einem Statussymbol für Yudansha (Danträger) verkommen. Vielerorts haben nur die Yudansha ein Hakama getragen, die Yudansha haben ihre Scham nicht mehr. Ein Hakama ist für sie eine Belohnung, ein sichtbarer Beweis ihrer Vormachtstellung.

Eine solche Haltung macht die Verbeugungszeremonie vor O Sensei lächerlich, mit der wir die Lehre, seine Erinnerung und seine Malerei anfangen und aufhören. Schlimmer noch ist, dass in einigen Dörfern die Frau mit Kyu-Grad (und nur die Frau) einen Hakama trägt, vermeintlich um ihren guten Ruf zu bewahren.

Für mich ist das eine Beleidigung und Diskriminierung von Frauen. Auch für die männlichen Akidokas ist es eine Beleidigung, weil es ihnen eine niedrigere Einstellung einräumt, die auf der Aikido-Matte keinen Raum hat. Ich bin betrübt, dass der Hakama so unbedeutend ist. Für manche mag dies ein sehr häufiges Motiv sein, aber ich kann mich gut an die große Bedeutung erinnern, die O Sensei dem Tragegefühl des Hakama beimisst.

Die Wichtigkeit dieses Gewandes kann ich nicht leugnen, und ich glaube nicht, dass jemand den großen Nutzen der damit verbundenen Vorteile leugnen kann. Ich ermuntere in meinem Do-Jo und den dazugehörigen Einrichtungen alle Studenten, ungeachtet ihrer Klasse, ein Hakama zu benutzen. Ich frage nicht danach, bis sie ihren ersten Kyu-Abschluss haben, da es in den USA normalerweise keinen Japaner gibt, dessen Hakama sie sich ausleihen können.

Ein Hakama zu haben und seine Sinnhaftigkeit zu kennen, ist für die Schüler hilfreich, um den Spirit von O Sensei zu erkennen und seine Vorstellung am Laufen zu halten. Lässt man die Bedeutsamkeit von Hakama untergehen, kann man auch anfangen, grundlegende Sachen des Aikido-Geistes vergessen zu machen.

Auch interessant

Mehr zum Thema