Einguss

Gießtrichter

In der Gießereitechnik ist der Anguss ein Element, das das Einfüllen von flüssigem Metall aus dem Ofen oder der Gießpfanne in die Gießform erleichtert. Das Metall aus der Pfanne wird in den Anguss entleert. Damit ein ausreichender Formfülldruck entsteht, ist der Anguss besonders hoch. Eine ausgeklügelte Angussanlage ist entscheidend für die Gussqualität. Aus diesem Grund ist ein ungeteilter Anguss für solche Formen manchmal nicht anwendbar.

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In der Gießereitechnologie ist der Anguss ein Bauteil, das das Befüllen von Metallschmelzen aus dem Schmelzofen oder der Giesspfanne in die Giessform ermöglicht. Die Angüsse können auf der Seite der Gießform, auf dem oberen Kasten oder in der Gießform selbst angebracht werden. Die Angusskanäle sind Teil des Angusssystems und werden hauptsächlich für Sandguss, aber auch für Kokillenguss eingesetzt.

Eine große Anzahl von Angussausführungen steht zur Verfügung, die für die jeweilige Anwendung optimal sind. Für die meisten Sandformkanäle kann der Anguss in drei Komponenten unterteilt werden: Mit dem Angusstrichter wird der Anfang des Angusses gekennzeichnet, der Angussfuß ist am Ende des Angusses und der Angusskanal ist zwischen dem Angusstrichter und dem Angussfuß.

Der Eingießtrichter ist konisch und erweitert sich nach oben. Sie erleichtert nicht nur das Befüllen der Form, sondern sorgt auch dafür, dass die Masse ohne Unterbrechung in die Form eintritt, da ihr Fassungsvermögen schwankende Füllgeschwindigkeiten ausgleicht. Viele Formanlagen besitzen Angussbohrgeräte oder Angussfräsmaschinen zur Herstellung von Angusstrichtern in Form von Sandsteinen.

Keramische Angusssiebe oder Angussfilter können in den Angusstrichter eingesetzt werden und zur Rückhaltung von Ofenschlacken verwendet werden. Angusssiebe und Angussfilter sind in verschiedenen Öffnungsweiten erhältlich, mit denen die Fließgeschwindigkeit hinter dem Angusstrichter beeinflußt werden kann. Am Ort des Gießtrichters kann sich auch ein Gießteich aufhalten. Das Ausgießbecken ist im Unterschied zum Ausgießtrichter wannenartig; die öffnung zum Ausgießkanal ist kleiner als die Bodenfläche der Badewanne.

Die Angussrinne ist das Verbindungsglied zwischen Angusstrichter und Angussfuß und sollte nicht mit dem Ablauf des Fassschiebersystems verwechselt werden. Die Anspritzrinne ist senkrecht angeordnet und konisch nach oben geneigt, um Lufteintritt und Turbulenzen zu verhindern. Die Fließgeschwindigkeit der Masse im Angusskanal wird dadurch gesteigert und der höchste Betrag am niedrigsten gemessen.

Mit dem Angussfuß wird der Übertritt vom Angusskanal zum Fass und die Reduzierung der Fließgeschwindigkeit nach dem Angusskanal realisiert.

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