Boxkamera

Box

Die Boxkameras machten die Fotografie für ein großes Publikum möglich, sie waren billig und sehr einfach zu bedienen. mw-headline" id="Entstehung">Entstehung="mw-editsection-bracket">[Editieren | | | | Quelltext bearbeiten]> Die Boxkamera, auch Boxkamera genannt, ist eine besonders einfach zu bedienende Rollfilmkamera. 1888 veröffentlichte Kodak seine eigene Kodak No. 1, um seinen neuen Film in den Handel zu bringen. Dieser Fotoapparat war einfach aufgebaut, um auch ungelernte Kunden ansprechen zu können.

Das Aufklappen und Einstellen der Kameras hinsichtlich der Eingabeoptionen war nicht erforderlich.

Dies gilt umso mehr für den Kodak No. 2 von 1901. Während die No. 1 noch runde Aufnahmen belichtet, gab es Rechtecknegative im Bildformat 21/4 31/4 mit No. 2, was 6 cm 9 cm war. Nach 20 Jahren war die Maschine noch in Produktion - zu diesem Termin waren bereits 2,5 Mio. Exemplare abgesetzt.

Zur sofortigen Betriebsbereitschaft der Kameras gab es den Werbeslogan "You press the button, we do the rest! 2. "daß die Fotokamera einschließlich des freigelegten Filmes an den Fachhändler zurückgegeben wurde und der Auftraggeber sie später zusammen mit dem neuen eingelegten Filmmaterial sowie den Filmnegativen und Ausdrucken zurückbekommen hat. Ursprünglich hat Kodak das Stichwort "Box" nicht verwendet, sondern den Models solche Bezeichnungen gegeben wie Brownies.

Boxkameras gab es schon zu Anfang der Photographie, es war das schlichte Gegenstück zu den ausgeklügelten Balgenkameras. Bevorzugt aus Stahlblech, bei teuren Fotoapparaten auch aus leichten Aluminiumblechen, bei billigeren Fotoapparaten aus Karton. Typischerweise besteht die Struktur aus einer Frontblende, an der das Glas, der Bildsucher und der Verschluß angebracht sind.

Mit einigen Fotoapparaten war diese Scheibe sicher mit den Seitenwänden verschraubt und die Rückwand konnte geöffnet bzw. abgenommen und die Anlage für Filmführer und Spulenträger herausgenommen werden, für die man das Filmtransporträdchen oder den Knebel leicht ausziehen konnte. Eine (!) Folie kann in diese demontierte Anlage eingespannt werden. In einer anderen Ausführung kann die Frontblende aus dem Gerät entfernt werden.

Die Folienführung lag in diesem Falle auf der Frontblende, so dass sie ebenfalls aus dem Kameragehäuse gezogen wurde. Letztere bedeutet, dass eine Röhre in die Kammer ragt. Nur mit einem kleinen Blendenverhältnis konnte daher eine annehmbare Bildqualität erreicht werden. Durch die Verwendung von zwei solchen Objektiven, die um die Apertur herumliegen, konnte die Verzerrung eines Hirnhautmeniskus kompensiert werden.

Nur sehr wenige Boxkameras verwendeten ein achromatisches Objektiv, d.h. zwei zementierte Objektive, deren Farbabweichungen sich gegenseitig aufheben. Diese Kosten konnten nur im unteren Preissegment realisiert werden, das nicht sehr gefragt war. In den meisten Fällen hatten Boxkameras keine Abstandsverstellfunktion, d.h. ein Fixfokusobjektiv. Der Abstand konnte bei wenigen Fotoapparaten nur in zwei oder drei Schritten eingestellt werden.

Fast alle Fotoapparate konnten gedimmt werden, was in der Regel durch ein perforiertes Blech erfolgte, das in den Strahlenweg geschwenkt werden konnte. Weil der Shutter in der Regel eines der teuersten Teile einer Fotokamera ist, war er auch auf das Wesentliche für Boxkameras beschränkt. Die Norm war jedoch, auf Langzeitaufnahme umzuschalten, der entsprechende Schalter hatte die Stellungen M ( "Schnappschuss 1/30 Sek.") und M ( "Zeitaufnahme").

Das winklige Design der Maschine bot die nötige gute Kontaktfläche, teilweise waren auch Tripod-Gewinde dabei. Die Verschlussklappe war auch wegen ihrer einfachen Handhabung selbstschließend, so dass sie nicht wie bei herkömmlichen Fotokameras in einem separaten Arbeitsgang angezogen werden musste. Mit Billigkameras bewegt der Shutter eine Disc in eine gewisse Drehrichtung, wodurch ein längliches Loch den Strahlenweg für kurze Zeit freigibt.

Der Kodak No. 1 (Eastmann Rotory Shutter) hatte bereits einen solchen Verschluß. Die ersten Synchronbox-Modelle mit einem (bald standardisierten) Anschluß für die noch sperrigen Flash-Geräte waren bereits für das folgende Jahr auf dem Vormarsch, noch bevor diese Technologie für kostspielige Fotoapparate wie die Leica verfügbar war. Blitzlampen bestehen aus Leichtmetalldrahtwolle oder -folie, die im sauerstoffgefüllten Kolben brennt und für ca. 1/25 - 1/30 Sekunden aufleuchtet.

Zum Beispiel war die exakte Zeit für einige Fotoapparate vom Anpressdruck auf den Entriegelungshebel abhängt. Auch bei anderen Fotoapparaten, wie der Tengor-Box von Zeiss Ikon, funktionierte diese Verbindung von Anfang an perfekt. Bei allen Boxkameras wurden, wie bei den nachfolgenden Kassetten, Ziffern auf dem Träger des Rollenfilms als Zähler verwendet. Fotoapparate, die mit Hilfe von Filmmasken auf andere Formate umgeschaltet werden konnten, hatten mehrere Fenstern, was zu Verwirrung führte.

Bei den ersten Verpackungskameras kann ein einfaches Gestell als Bildsucher ausgeklappt werden, um die Aufnahme auf gleicher Höhe zu halten. In den 1930er Jahren entspricht dies nicht mehr dem neuesten technischen Standard und war immer noch für die einfachste Art von Fotoapparaten gedacht. Die Lichteinkopplung erfolgte an der Vorderseite der Maschine, der Blick auf die jeweilige Gehäuse-Seite.

Wie auch beim späten Wellensucher von zweiäugigen Fotoapparaten wurde ein seitlich invertiertes, aber kleines Foto wiedergegeben. Fotoapparate mit brillanten Suchern wurden in der Regel in Abdominalhöhe festgehalten und freigegeben. Die bei Sucherkameras üblichen Sucher (in den unterschiedlichen Ausführungen) konnten nicht am rechtwinkligen Kastengehäuse befestigt werden, sie wurden erst in späterer Kunststoffausführung der Box gebräuchlich.

Die " Agfa-Klack ", eine der ersten Fotoapparate mit passendem Kameragehäuse, erschien 1954. Zu den Boxkameras kann man die Klack zwar eigentlich zählen, aber durch das formschöne, recht moderne Kunststoffgehäuse (und den Preis) konnte sie mit anderen, gleichzeitig aber auch mit anderen Kamera-Modellen mitgehen. Am Anfang des Rollfilmes hatte Kodak einen großen technologischen Vorteil.

Kodak war mit seinen Boxkameras unübertroffen. Die Eroberung des Marktes in Deutschland erfolgte mit einer damals nicht gekannten Stärke. Zur Belästigung des hiesigen Bilderhandels hat Kodak 1911 auch mit dem Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes begonnen. Kodaks Rückkehr auf den heimischen Absatzmarkt wurde zwar von Kritikern geprüft, doch die Branche sah sich nun in der Lage, Schritt zu halten.

Franz Herder, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Film- und Kinohändler, sagte in der Fachzeitschrift Die Fotografische Industrie: "Sollte Kodak A. G. " Eigentlich hatte AGFA seit 1915 rollende Filme produziert und 1916 die ersten Fotoapparate mit den Filmmodellen "Film-K" von Ernemann aus Dresden angeboten. Die Holzkistenkameras mit angebrachtem Shutter konnten nicht die Qualitäten eines Kodak erzielen, waren aber ein Markteintritt.

Seit 1925 war Kodak auf dem dt. Versicherungsmarkt nicht mehr unübertroffen. Bereits im Frühling 1924 tauchte die erste Boxkamera Deutschlands auf, die aber mangels werblicher und handwerklicher Vollkommenheit kaum einen Abnehmer hatte. Allerdings gab es Meinungsverschiedenheiten darüber, wie eine einfach zu handhabende, kostengünstige Digitalkamera auszusehen hat. Fortgeschrittene Fachleute hatten bereits an Kleinbildfilme gedacht, aber der aktuelle Entwicklungsstand erlaubte es nicht, preiswerte Fotoapparate aufzustellen.

In der Fachzeitschrift Die Fotografische Industrie beschreibt der Münchener Foto-Händler Fisius seine Impressionen während des Nachmittagskaffees in einem stilvollen Heidelberg Exkursionsrestaurant im Jahre 1934: "Innerhalb einer knappen knappen Stunde habe ich zwei Leicas, eine Kontax, eine Rolleniflex, zwei oder drei Rollfilmmaschinen im Stil von Ikonta und 18 Box-Kameras gezählt! Es sollte so sein, dass man, wenn man etwas bei sich behält, keine Boxkamera auf der Strandpromenade, auf der Fahrt und im edlen Badeort mitnimmt.

Neue Einzelkameras waren nach 1945 lange Zeit im Kommen. Nur nach der Devisenreform tauchten wieder Boxkameras auf, ab 1949 gab es fast jede Woche neue Uhren. Zu Beginn des Jahres 1955 veränderte sich die Lage jedoch durch neue Typen, vor allem durch den modernen Agfa Clack, der die früheren "Blechdosen" veraltet aussehen liess und deren Verkäufe stark zurückgingen.

Die meisten Box-Kameras wurden jedoch sowieso vor allem in den Sommermonaten eingesetzt, vor allem während der Ferien. Abgesehen vom geringen Kontrast konnten die Aufnahmen der Box-Kameras an der Unschärfe der Bewegung erkannt werden. In allen Berichten wurde übereinstimmend davon gesprochen, dass farbige Filme leicht mit Box-Kameras belichtet werden können, obwohl die Linsen dafür nicht besonders aufbereitet wurden. Der noch erhältliche Rollenfilm 120 kann weiterhin mit Box-Kameras der Größe 6 9 x 9 aufgenommen werden.

Bei einigen Fotoapparaten wurde ein Schieberegler angeboten, um das rote Zählfenster bei Nichtbenutzung zu schliessen, so dass der Einfall von Licht unterdrückt wird. Die Blitze mit den Blitzlichtern für Blitzlampen waren zunächst kostspielig, die Einheiten selbst kosten fast so viel wie eine (einfache) Fotokamera, dazu kam der Akku- und Lampenpreis zunächst auf 80 Pfennige, später fielen diese 40-Pfennige.

Deshalb wurden nur in Ausnahmefällen Blitzgeräte mit Boxkamera eingesetzt. Das meistverwendete Gerät in Deutschland ist die preisgünstige Agfa Box in ihren Ausstattungsvarianten. Andere Boxkamerahersteller waren die deutsche Firma Woldemar Beier (Freitaler Kameraindustrie Beier & Co.), in Frankreich wurden Boxkameras von der Firma F. Lumière & Cie. und Boyer gefertigt.

So waren es in Großbritannien R. & J. Beck, APM, Houghton-Butcher, Newman & Guardia, in den USA die Firmen Herbert George Co., Herco, Shaw-Harrison Corp. und in Italien die Firma Fiatiamma. 38-seitig, Nordrhein-Westfalen, Berlin 1988, ISBN 3-88940-029-9 Willi Kerkmann: Kamera 1900 - 1945 und Kamera 1945 - 1986. je 270 S., Lindemann, 1987. Peter Wache: Bilora - 40 Jahre Kamera-Geschichte Alle Fotoapparate von 1935 bis 1975. 64 Seit.

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