Bergmütze

Bergkappe

Gebirgsmütze ohne Gebirgsjägerabzeichen aus original Bundeswehrbeständen. mw-headline" id="Beschreibung">Beschreibung[editieren | | | Quellcode bearbeiten]> Das Bergmützchen, in Deutschland manchmal auch Schimütze oder graue Mütze oder Schimütze genannt, ist eine Kopfbedeckung aus der österreichischen Militärtradition[1], die sich aufgrund ihrer praktischen Eigenschaften international bei verschiedenen Berufsgruppen und Organisationen verbreitet hat und bis heute sehr beliebt ist. Der Klassiker unter den Bergmützen wurde zunächst als Allwetter-Mütze konzipiert und ist aus hochwertigen Filzstoffen oder Kammgarnen gefertigt.

Ältere Modelle wie der finnische Kenttälakki M36 lassen den Halsschutz weit unter das gleichmäßige Fell kleben, was die Erwärmungsfunktion verbessert. Der Bergkappenriemen kann wie die meisten Kinnstützen auch geöffnet werden. In der Regel erfolgt dies mit zwei Knöpfen aus Metal oder Plastik, die nacheinander genäht werden. Gerade bei zivilen Modellen wird oft ein Schnellverschluß anstelle der Druckknöpfe bevorzugt.

Wenn der Schutz nicht verwendet wird, sind beide Druckknöpfe und Schnellverschlüsse an der Vorderseite über dem Visier der Kappe zu erkennen. Im Zweiten Weltkrieg entwickelte die deutsche Armee eine sehr weit verbreitetes, stoffschonendes Kappenmodell, vor allem für Ausführungen aus Zeltstoff oder Bohrer. In nahezu allen diesen Ausführungen sind die Tasten auf der Vorderseite jedoch als Schmuckstück erhalten geblieben.

Die Bergmütze wurde in Österreich bei der 2005 restrukturierten bundesdeutschen Feuerwehr, der Berg- und Naturschutztruppe und einigen traditionellen Musikgruppen eingesetzt. Diese Kappenformen sind heute vor allem bei Land- und Forstleuten in Norddeutschland zuhause. Seit 1949 gehört der Berghut mit dem Wiederaufbau der Staatsstrukturen in Westdeutschland zur Arbeitskleidung zahlreicher öffentlicher Stellen und Landes- und Zivilorganisationen.

Dazu gehören unter anderem die stillgelegten Einheiten der Bundesgrenzschutzpolizei (bis 1976), der Post (bis 1994), der Bahn, des Technischen Hilfswerks, des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, des Hilfsdienstes der Malz, der Autobahnwartung, des ADAC. Die Bergmütze wird in ihrer ursprünglichen Gestalt noch heute von den Bergstreitkräften der Bw.

Auch bei einigen Bundesfeuerwehren ist die alte Tradition beibehalten. Es ist bei den Feuerwehrleuten unter dem Namen "Dienstmütze" oder "Arbeitsmütze" bekannt und wird entweder aus Woll-Jersey-Garn oder einem Woll-Wal-Gewebe hergestellt. Einige Bundesländer haben eine Silber- oder Goldröhre um die Kappe. Eine solche Silberpaspel schmückt auch die Bergmütze der Gebirgsjäger (siehe Bild), bei Generälen ist das Gold.

Als Arbeitshaube aus leichtem Baumwoll-Mischgewebe setzt die Wehrmacht auch nach wie vor eine reduzierte Variante der Bergmütze ein. Der Berghut in verschiedenen Farbtönen und Materialien wurde 1936 mit dem Kenttälakki M36 auch bei der Finnen eingesetzt. Seit 1991 ist die M91 auch als helle Stoffkappe im Camouflage-Muster erhältlich.

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