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Ras Thai

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Donnerstag, 27. August 2009, 12:53

Übersicht MMA

Ist zwar nicht unbedingt mein Fachgebiet und meine Begeisterung für MMA hält sich auch in Grenzen, aber nichts desto trotz bin ich auf einen guten Artikel gestoßen, den ich hier posten werde, um eine kleine Übersicht über MMA zu schaffen:




Mixed Martial Arts (MMA), No Holds Barred (NHB) oder Freefight kombiniert Techniken aus mehreren Kampfsportarten. In Brasilien ist es Mitte des 20. Jahrhunderts, durch das Vale Tudo entstanden.


Anfang des 20.Jahrhunderts hatte Brasilien die größten japanischen Kolonien außerhalb Japans. Die Japaner lehrten den Brasilianern Judo und Jiu-Jitsu. Aus ihnen entwickelten die Brasilianer eigene Grapplingarten, wie Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) und Luta Livre, die sich fast ausschließlich auf den Bodenkampf beschränkten. Vale Tudo erlaubte es den Grapplern (Bodenkämpfern), sich auch mit Stand-Up Fightern wie Boxern und Kickboxern zu messen. Beim Vale Tudo wurde oft komplett auf Regelwerk verzichtet und die Kämpfe dauerten manchmal mehrer Stunden.

Am 12. November 1993 wurde die erste UFC (Ultimate Fighting Championship) in Denver ausgetragen. Es war ein Acht-Mann Turnier, bei dem es ähnlich wie im Vale Tudo nur wenig Regeln gab. Gekämpft wird bis heute, in einem achteckigen Käfig (Oktagon), wobei es inzwischen Gewichtsklassen, Handschuhpflicht, Rundenzeiten und eine Anzahl von nicht erlaubten Techniken gibt, um die Kämpfer vor schweren Verletzungen zu schützen.

Heute bedienen sich Freefighter oder Ultimate Fighter einer Vielzahl von Kampfsportarten. Diese enthalten sowohl Stand-Up Techniken z.B. aus dem Boxen, Kickboxen und Muay Thai und Grappling Techniken z.B. aus dem Luta Livre, Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ), Judo, Ringen oder dem Sambo.

MMA setzt sich folgedessen aus 2 verschiedenen Kampfrichtungen zusammen und zwar dem Bodenkampf und dem Standup Kampf:


Grappling und Bodenkampf




Brazilian Jiu-Jitsu - BJJ

Das Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) entstammt dem japanischen Jiu-Jitsu. Meister Mitsuo Maeda ein bekannter Judo Champion (besser bekannt als Conde Koma) und direkter Schüler von Jigoro Kano, der Gründer des Judo, brachte sein Wissen Anfang 1900 nach Brasilien. Zu dieser Zeit lebte Maeda in Sao Paulo und half eine japanische Immigrantenkolonie zu errichten. Bei seinem Vorhaben wurde er von Gastao Gracie unterstützt, zum Dank lehrte Maeda dessen Sohn Carlos die Basistechniken des Jiu-Jitsu. Carlos Gracie wiederum unterrichtete seine Brüder Oswaldo, Jorge, Gastao und Helio. 1925 eröffneten die Brüder ihre erste Schule und lehrten von nun an Brazilian Jiu-Jitsu. In unzähligen Vale Tudo kämpfen konnten die Gracies und ihre Schüler die erlernten Techniken schärfen und perfektionieren. Natürlich waren die Gracies nicht die einzigen die Anfang 1900 Jiu-Jitsu und Judo in Brasilien trainierten, sie waren einfach nur die Bekanntesten. Zu selben Zeit entwickelte sich, durch die vielen japanischen Immigranten in Brasilien, auch das Luta Livre. Dieses verzichtet auf den traditionellen Kampfanzug (Gi) und stellte eine große Rivalität zum BJJ dar.

1967 wurde die erste Brazilian Jiu-Jitsu Federation von Helio Gracie gegründet und das Gürtelsystem (weiß, blau, violett, braun und schwarz) eingeführt. Weltweite Popularität erlangte BJJ Anfang 1990, als der eher schmächtige Royce Gracie die UFC (Ultimate Fighting Championships) klar dominierte.


Judo


Judo (übersetzt: der sanfter Weg) ist eine japanischer Kampfsport. Um 1880 wurde Judo von dem Japaner Dr. Jigoro Kano aus verschiedenen Jiu-Jitsu-Stilen entwickelt. Er verzichtete komplett auf gewisse Elemente des Jiu-Jitsu, so wie Schläge, Stöße, Tritte und einige Hebeltechniken. Populär wurde Judo erst nach 1886, als Schüler von Dr. Kano gegen eine der angesehensten Jiu-Jitsu-Schulen Japans gewannen. Judo verbreitete sich angesichts des Erfolges rasch in ganz Japan und wurde bei der Polizei und dem Militär eingeführt.
1911 wurde Judo sogar zum Pflichtfach an allen Mittelschulen Japans.

Judotechniken lassen sich in vier Grundtypen einteilen, Wurftechniken, Falltechniken, Bodentechniken und Formenlauf (Katas). Beim Judo-Wettkampf kann man, ähnlich wie auch beim Boxen, durch "K.O." gewinnen, indem man den Gegner kraftvoll und kontrolliert auf den Rücken wirft. Eine andere Möglichkeit den Kampf vorzeitig zu beenden ist, wie beim Luta Livre und Brazilian Jiu-Jitsu, durch Submission (Aufgabe). Ansonsten wird der Kampf, nach Ablauf der 5 Minuten Runde, nach Wertung oder Kampfrichterentscheid entschieden. Seit den Olympischen Spielen 1964 in Tokio, ist Judo als Olympische Disziplin aufgenommen.


Luta Livre

Das Luta Livre (übersetzt: "Freier Kampf") hat eine ähnliche Entstehungsgeschichte, wie das Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ).

Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Brasilien aus Judo und Ringen dieser Kampfsport, der im Vergleich zu BJJ, auf das Tragen eines Kampfanzugs (Gi) verzichtet. Da beim Vale Tudo mehrer Kampfsportarten aufeinander treffen und so auch Boxer und Kickboxer antreten, die keinen Gi tragen, wurde Luta Livre speziell auf diese Art des Kampfes ausgerichtet. Den Gegner zu Boden zu bringen und zu submitten (zur Aufgabe zu zwingen), ohne den Griffkontakt des Gi's zu haben. Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Luta Livre, dem Luta Livre Esportiva und dem Luta Livre Vale Tudo. Während sich das LL Esportiva auf Takedown- und Submission-Techniken beschränkt, erlaubt das LL Vale Tudo sogar Schlag- und Tritt-Techniken.

1995 gelangte das Luta Livre über den Brasilianer Daniel D’ Dane nach Deutschland. Daniel D' Dane ist ein LL Schwarzgurt und direkter Schüler von Eugenio Tadeu und Hugo Duarte.


Ringen

Ringen ist einer der ältesten Kampfsportarten, bereits 3000 Jahre v. Chr., wurde es in mehreren Teilen der Welt praktiziert. Erste Aufzeichnungen des Ringkampfes stammen aus dem ägyptischen Tempelgräbern von Beni Hasan (2500 v. Chr.). Im Jahre 708 v. Chr. wurde das Ringen (Pale) bereits in die Olympische Spiele der Antike aufgenommen und war die Entscheidungsdisziplin des Fünfkampfes.

Heute unterscheidet man zwischen zwei Arten des Ringkampfes, dem Freistielringen, das von Männern und Frauen praktiziert wird und dem Griechisch – Römischen Stil (Greco-Roman Wrestling). Während beim Freistielringen der gesamte Körper angegriffen werden darf, erlaubt das Greco nur Angriffe auf den Oberkörper, Angriffe auf und mit den Beinen sind dabei verboten.

Gekämpft wird auf einer gepolsterten Matte von 12 m Gesamtdurchmesser. Ziel ist es innerhalb der Kampfzeit den Gegner mit beiden Schultern auf den Boden zu bringen, dies wird als Schultersieg bezeichnet, oder mehr Punkte zu sammeln, als sein Gegner. Der Einsatz von Schlägen, Tritten, Stößen und Würgern ist dabei verboten, erlaubte Techniken sind, ähnlich wie beim Judo, Werfen, Schleudern und Hebeln. Der Ablauf der einzelnen Runden unterscheidet sich etwas zwischen den beiden Stilarten. Im Greco (griechisch-römischen) Ringen beginnt man mit einer Minute Standkampf und anschließend mit zweimal 30 Sekunden Bodenkampf. Im Freistilringen wird auf den angeordneten Bodenkampf verzichtet.


Sambo

Sambo (übersetzt: Selbstverteidigung ohne Waffen) ist ein russischer Kampfsport, der Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Er vereint mehrere europäische und asiatische Stile, so wie Boxen, Ringen, Jiu-Jitsu, Judo und traditionelle russische Ringerstile (z.B. Mongolisches Khapsagay und usbekisches Kurash ). Sambo wurde damals im Auftrag der sowjetischen Regierung für die Rote Armee entwickelt, die nach einem effektiven und leicht zu erlernenden Selbstverteidigungssystem suchte. Es gibt keinen direkten Erfinder des Sambos, jedoch wird Anatoly Kharlampiev oft offiziell als Gründer des Sport Sambo bezeichnet. Des Weiteren waren Vasili Oshchepkov und Viktor Spiridonov ebenfalls an der Entwicklung des Sambo beteilig.

Heutzutage unterscheidet sich Sambo hauptsächlich in drei Arten. Das Sport Sambo (Borba Sambo) ist stilistisch dem Freistilringen oder Judo sehr ähnlich, jedoch erlaubt es alle Arten von Beinhebeln und verbietet Würgetechniken. Das Combat Sambo legt den Fokus auf Verteidigungstechniken gegen bewaffnete und unbewaffnete Attacken von Gegnern. Bei Wettkämpfen, die sehr dem modernen MMA ähneln, sind neben Takedown-Techniken auch Schlag-, Tritt- und Submissions-Techniken (Bodenkampf) erlaubt. Das Freestyle Sambo, das 2004 von der ASA – American Sambo Association gegründet wurde, erlaubt alle Submissions-Techniken, verbietet aber jede Art von Schlag-Techniken. Diese Art des Wettkampfes wurde entwickelt, um alle Arten von Grapplern (Bodenkämpfern), wie z.B. Judokas zu erreichen.

...(weiter unten gehts weiter)...to be continued...
Signatur von »Ras Thai«

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ras Thai« (27. August 2009, 13:17)


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Mittwoch, 2. September 2009, 08:16

Stand-Up für MMA




Boxen

Boxen ist ein Kampfsport mit einer langen Geschichte. Die ersten Unterhaltungskämpfe gab es bereits 3000 v. Chr. in Ägypten. Das Boxen im Ring, mit Handschuhen und Regeln, ähnlich wie wir es heute kennen, existiert seit 1892 und wurde in England entwickelt. Damals gab es allerdings noch keine Rundenbegrenzungen, so konnte es vorkommen, dass Kämpfe durchaus über mehrere Stunden gingen, der längste Kampf der Geschichte (im Jahre 1893) dauerte mehr als 7 Stunden und ging über 110 Runden.

Heutzutage unterscheidet man nur noch zwischen Amateur- und Profiboxen. Amateurkämpfe werden normalerweise in vier Runden ausgetragen, wobei eine Runde zwei Minuten lang ist, mit einer Minute Pause dazwischen. Profikämpfe hingegen haben zwischen vier und zwölf Runden, wobei eine Runde drei Minuten lang ist, mit einer Minute Pause dazwischen. Auch die Punktevergabe ist unterschiedlich, während beim Profiboxen drei Punktrichter jede Runde bewerten, wird beim Amateurboxen (ähnlich wie auch beim Taekwondo) Treffer nur dann als Punkte gewertet, wenn drei der fünf Punktrichter gleichzeitig (innerhalb einer Sekunde) dies bestätigen. Das Tragen eines Kopfschutzes und eines ärmellosen T-Shirts sind beim Amateurboxen Pflicht.



Kickboxen

Kickboxen kombiniert Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten, so wie Karate, Boxen, Taekwondo und Muay Thai. Gegründet wurde es zwischen 1950 und 1960 in Nordamerika und lief damals noch unter Sport- oder Vollkontakt-Karate. 1970 richtete Karateka Joe Lewis das erste "Kickboxing" (Fullcontact Karate) Tunier in den USA aus. Während in den Anfängen, nach jedem Treffer der Kampf unterbrochen wurde, änderte er das Reglement und verzichtete auf den Punktstop. Des Weiteren mussten die Kämpfer Boxhandschuhe und Tennisschuhe tragen. Gekämpft wurde auf Mattenflächen, in langen Karatehosen und mit freiem Oberkörper, man wollte sich damit vom reinen Boxen distanzieren.

Zwei der bekanntesten Kickboxer dieser Zeit sind Chuck Norris und Benny "the Jet" Urquidez. Chuck Norris konnte 1967 und 1968 die International Grand Championships gewinnen, Benny Urquidez kämpfte viel in Europa und Asien und besiegte die besten Kämpfer des Landes in ihrer Disziplin. Bis heute hat er einen makellosen Kampfrekord von 58 Kämpfen und 58 Siege, mit 49 Siege durch K.O.

Heutzutage unterscheidet man zwischen drei Arten, dem Semikontakt-, Leichkontakt- und Vollkontakt-Kickboxen. Beim Semikontakt-Kickboxen wird nach jedem Treffer der Kampf unterbrochen und die Kämpfer gehen in die Ausgangsstellung zurück. Beim Leichtkontakt-und Vollkontakt-Kickboxen verzichtet man auf den Punktstop.


Muay Thai – Thaiboxen

Muay Thai (übersetzt: Muay – Boxen; Thai - frei) ist thailändischer Traditionssport und einer der härtesten Kampfsportarten der Welt. Eine genaue zeitliche Einordnung, über die Entstehung des Thaiboxens, kann nicht mehr getroffen werden, man nimmt aber an, dass es chinesische Wurzeln hat, die allerdings stark verändert wurden. Vermutet wird, dass es während der Kämpfe Siams (früherer Name Thailands), mit seinem Nachbarland Burma (heute Myanmar) entscheidend beprägt wurde. Nhai- Khon- Don ein thailändischer Kämpfer, wurde zu dieser Zeit von Burmesen gefangen genommen und musste unbewaffnet gegen 12 burmesische Schwertkämpfer antreten. Er gewann und wurde darauf hin freigelassen, noch heute finden ihm zu Ehren Muay Thai Turniere statt.

Erst nach dem zweiten Weltkrieg, hat das Thaiboxen große Änderungen erfahren. Davor trugen die Kämpfer Hanf- oder Baumwollbandagen, Tiefschützer aus Kokosnussschalen und es gab keine Runden und Gewichtsklassen. Heutzutage hebt sich das Thaiboxen von anderen Kampfsportarten, wie Kickboxen und Taekwondo hauptsächlich dadurch ab, das es Ellenbogen-, Knie- und Clinche-Techniken erlaubt. Mit über 60.000 professionellen Muay Thai Boxern, allein in Thailand, erfreut sich dieser Kampfsport wachsender Begeisterung, auch außerhalb der Landesgrenzen.



Sanda – San Shou – Chinesischer Freefight

Sanda oder San Shou ist eine der härtesten und brutalsten chinesischen Kampfsportarten, dessen Wurzeln im Wushu und Kung-Fu liegen. Es ist allerdings besser zu vergleichen mit Muay Thai und Kickboxen, als mit asiatischen Kung-Fu-Stilen. Traditionell wird Sanda auf einer erhöhten Kampffläche (Leitai) ausgetragen und die Kämpfer können einzelne Runden gewinnen, indem sie den Gegner von dieser Fläche stoßen. Sanda ist der beliebteste Kampfsport Chinas und wird unter anderem in der Roten Arme gelehrt.

Sanda kann in zwei Arten eingeteilt werden, dem Sanda nach IWUF (Leichtkontakt) und dem Buo-Ji (Vollkontakt). Beim Sanda nach IWUF sind alle Schlag- und Tritt-Techniken (auch Lowkicks), Würfe und Clinchen erlaubt. Verboten sind Ellenbogen, Knie, Schläge am Boden und Submissions. Die Sanda Kämpfer tragen beim Wettkampf Kopfschutz, Boxhandschuhe und Brustpanzer.

Beim Vollkontakt Sanda (Buo-Ji) sind Ellenbogen, Knie und zeitlich limitierter Bodenkampf dagegen erlaubt. Freefight Sanda, wird wie beim MMA, mit Grapplinghandschuhen ausgetragen, das den Kämpfern erlaubt Submissions effektiver anzusetzen.


Savate – Französisches Kickboxen

Savate (übersetzt: alter Schuh) ist eine französische Kampfsportart, die dem Kickboxen sehr ähnlich ist, allerdings das Tragen von Schuhen beim Wettkampf erlaubt. Die Ursprünge des Savate können bis ins 17. Jahrhundert zurückgeführt werden. Damals noch bekannt als Chausson, wurde es hauptsächlich in den südfranzösichen Hafenstädten, wie Marseille praktiziert. Man nimmt an, dass Seefahrer auf ihren Fahrten in den ostasiatischen Raum, dort erste Kontakte mit Kampfsport hatten. Chausson war eine reine Fußtechnik, da man die Hände zu dieser Zeit noch mit Hieb- und Stichwaffen voll hatte. Nachdem Chausson hauptsächlich zum Straßenkampf genutzt wurde, entwickelte Michael Cassaux 1820, mit den besten Kämpfern dieser Zeit, daraus Savate. Boxtechniken wurden um 1840 im Savate integriert, nachdem einer der besten Schüler Cassauxs gegen einen englischen Boxchampion verlor. Das Savate erfreute sich fortan großer Begeisterung und wurde 1924 als Demonstrationssport bei den Olympischen Spielen in Paris ausgewählt. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der auch vielen Savatekämpfern das Leben kostete, geriet der Sport etwas in Vergessenheit. Zu neuer Blüte ist er erst wieder um 1980 auferstanden.Heute ist Savate, im Vergleich zu Taekwondo oder Muay Thai, zwar noch immer relativ unbekannt, aber es gibt Savatgruppen bereits in vielen Teilen der Erde.

Die Savate Wettkämpfe lassen sich in drei Bereiche einteilen. Dem Assaut (Halbkontakt), zu Vergleichen mit dem Leichtkontakt-Kickboxen. Dem Combat (Vollkontakt), der härtesten Variante, die auf Schutzausrüstung, wie Kopfschutz und Schienbeinschoner verzichtet und dem Combat S2, bei dem Kopfschutz, Schienbeinschoner, Mund- und Unterleibsschutz vorgeschrieben sind.

Beim Savate wird viel Wert auf Fußtechniken gelegt, was die Punktvergabe wiederspiegelt. Für Fußtreffer am Kopf werden 4 Punkte vergeben, Fußtreffer oberhalb der Gürtellinie macht 2 Punkte und für alle weiteren Treffer gibt es 1 Punkt.


Taekwondo

Taekwondo unterscheidet sich in zwei Arten, dem Semikontakt und dem Vollkontakt. Vollkontakt Taekwondo ist olympische Disziplin und muss mit folgender Schutzausrüstung gekämpft werden: Kopfschutz, Schienbeinschoner, Ellbogenschoner/Unterarmschoner, Tiefschutz, Zahnschutz, Brustpanzer. Die Trefferfläche beim Taekwondo ist im Vergleich zum Muay Thai, Thaiboxen oder Kickboxen stark limitiert. Erlaubte Techniken sind Fußtritte zum Körper und Kopf und Fauststöße ausschließlich zum Körper. Alle Angriffe zum Hals, Rücken, Beinen oder Genitalien sind verboten.

Gekämpft wird drei Runden, bei den Männern a 3 Minuten, bei den Damen a 2 Minuten, mit einer Minute Pause dazwischen. Einen Punkt gibt es für Treffer auf die Kampfweste, zwei Punkte für einen Treffer am Kopf und einen Extrapunkt, wenn der Kampfleiter einen Wettkämpfer nach einem Niederschlag anzählt.
Taekwondo hatte seine olympische Premiere im Jahre 2000, bei den Olympischen Spielen in Sydney.


Quelle: MMA | Fitness | Kampfsport | Kampfsport Fitness | Workout


So Long, viel Spaß beim lesen. :thumbsup:

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Mittwoch, 2. September 2009, 10:44

Hi, vielen Dank für die super Zusammenfassung :thumbsup:

Gruss
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Dienstag, 8. September 2009, 01:38

Sehr gut^^ auch wenns iwie wenig auf MMA selbst eingeht, sondern eher alle bekannten KK beschreibt die direkten Eingang darin gefunden haben. Aber sehr cool, dass du diesen Artikel hier gepostet hast, obwohl dus selbst nicht ausübst :D

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Dienstag, 8. September 2009, 11:34

Sehr gut^^ auch wenns iwie wenig auf MMA selbst eingeht, sondern eher alle bekannten KK beschreibt die direkten Eingang darin gefunden haben. Aber sehr cool, dass du diesen Artikel hier gepostet hast, obwohl dus selbst nicht ausübst :D
Da hast allerdings recht, der Artikel geht viel mehr auf die einzelnen Ursprungs-Kampfkünste ein, eher weniger auf MMA... aber daran kann ja noch jemand anderes ansetzten hmm?! ;)

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Donnerstag, 17. September 2009, 20:57

schon, nur da ich wahrscheinlich noch weniger ahnung von mma hab als du wär das nicht so wirklich sinnvoll ^^

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